Österreich: Unsere digitalen Patientendaten im EU Gesundheitsdatenraum

Die Weichen für den Datentransfer von Gesundheitsdaten aller Österreicher Richtung EU wurden gestellt. Das EU-Rezept über die digitale eCard und die elektronische Patientenkurzakte über ELGA. Wer soll bedient werden. Versorgung, Forschung und Politik. Ein riesiger digitaler Datenschatz für die Gesundheitsforschung? Vielleicht auch für die Pharmakonzerne und andere Datensammler. Gleichzeitig werden immer mehr staatliche Register miteinander verknüpft. In Österreich mehr als 100 Register, die mit Ausnahme der nationalen Sicherheit VOLLSTÄNDIG bis zum 1. Juli 2026 an das Austrian Micro Data Center angebunden werden. Der gläserne Bürger und der gläserne Patient stehen vor der Umsetzung. National und Internation in den verschiedenen Gesundheits- und Datenräumen.

Geminie KI Grafik – Datenfluss aus dem AUT in den EU Gesundheitsdatenraum – hu

Ab dem 1. Januar 2026 sind auch Wahlärzte in Österreich verpflichtet, Diagnosen nach dem internationalen ICD-Code-Standard zu erfassen und zu übermitteln.

Datentranfer – Patient – Arzt – Krankenkassen – EU 

Das Parlament in Wien hat Gesetze beschlossen, die den Europäischen Gesundheitsdatenraum (MyHealth@EU) umsetzen und einen neuen Gesundheitsreformfonds einrichten, um die Digitalisierung und Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern, einschließlich der Krankenversicherungsträger (Kassen). Diese Maßnahmen ermöglichen den grenzüberschreitenden Austausch von Gesundheitsdaten (z.B. EU-Rezept, elektronische Patientenkurzakte) und fördern die Digitalisierung sowie Telemedizin, wobei die Kassen von Fonds-Mitteln profitieren, wenn sie Ziele wie die Optimierung der Patientenströme erreichen.

Wichtige Beschlüsse und Maßnahmen:

  • Europäischer Gesundheitsdatenraum (MyHealth@EU): Österreich schafft die technische Basis, um Patientendaten (wie das EU-Rezept) EU-weit zugänglich zu machen; die verpflichtende Umsetzung läuft bis 2029, der Start soll aber früher erfolgen.
  • Gesundheitsreformfonds: Ein Fonds mit 500 Millionen Euro pro Jahr ab 2026, der die Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung verbessern soll, u.a. durch Digitalisierung, Telemedizin und Primärversorgungszentren.
  • Rolle der Kassen: Die Krankenversicherungsträger (wie die ÖGK) erhalten Mittel aus dem Fonds, wenn sie definierte Ziele erreichen, die Effizienz steigern und digitale Gesundheitsdienste ausbauen, so die Parlamentskorrespondenz.
  • Beirat: Ein Expertengremium soll dem Sozialministerium Empfehlungen zur Mittelverwendung im Fonds geben, unter Einbindung der Kassen.

Hintergrund:
Die Beschlüsse sind Teil der EU-Vorgaben zur Schaffung eines Europäischen Gesundheitsdatenraums und zielen darauf ab, die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung zu erleichtern und das heimische Gesundheitssystem durch Digitalisierung zu modernisieren, wobei auch die Rolle der Krankenkassen gestärkt und deren Effizienz gefördert wird, wie die Parlamentskorrespondenz erklärt

Codierung von Gesundheitsdaten in der EU

Die Codierung von Gesundheitsdaten in der EU wird maßgeblich durch den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) geregelt, der seit März 2025 in Kraft ist und den sicheren Austausch und die Wiederverwendung von Daten für Versorgung, Forschung und Politik fördert, wobei der Fokus auf Patientenkontrolle und Datenschutz liegt. Dies umfasst die Nutzung von standardisierten Codes (wie ICD) zur Verschlüsselung, die Etablierung nationaler Datenzugangsstellen (HDABs) und sicherer Verarbeitungsumgebungen (SPEs) für Forschende sowie die schrittweise Einführung des Datenaustauschs (Patientenkurzakten ab 2029)

Patientenkurzakten EU im Parlament beschlossen

Wien (PK) – Die rechtlichen und technischen Vorbereitungen für den Europäischen Gesundheitsdatenraum standen im Mittelpunkt eines Gesetzesbeschlusses, der heute mehrheitlich vom Nationalrat befürwortet wurde. Im Konkreten sollen durch Änderungen im Gesundheitstelematikgesetz und im ASVG die Rechtsgrundlagen für einen vereinfachten Zugang zu Arzneimitteln in der EU (EU-Rezept) sowie den Abruf von sogenannten Patientenkurzakten geschaffen werden. Umgesetzt werden soll dies unter anderem durch die Einrichtung einer nationalen Kontaktstelle für digitale Gesundheit sowie die Anbindung Österreichs an die bestehende unionsweite Infrastruktur MyHealth@EU.

Geminie KI Grafik: – Datenfluss aus dem AUT in den EU Gesundheitsdatenraum – hu

Weiter Recherchen und Quellen:

https://bkftv.at/2025/12/15/elga-bereits-33-mio-blutbefunde-und-diagnostikbilder-gespeichert/

https://bkftv.at/2025/05/23/alle-buergerregisterdaten-ab-1-juli-2026-bei-austrian-micro-data-center/

Für alle betroffenen Firmen, Institutionen, Personen, Verantwortlichen sowie für die Zuständigen gilt die Unschuldsvermutung. (hu) ++ende++


Herbert Unger – freier Journalist bei bkftv.at
herbert.unger@bkftv.at oder 06645344908
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